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AVZ Siegen

Konzeption des Allgemeinen Verfügungszentrums
der Universität Siegen

Fünfgeschossiger Neubau

Planung 2011

Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

1. Preisgruppe 2011/2012

beschränkter Wettbewerb nach RAW

14 Teilnehmer

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Im heutigen Zustand zeigt sich der nördliche Zugang zum Cam­pus wenig definiert: Gerade dem terrassen­förmig angelegten, in eine Senke kaum wahrnehmbaren Bibliotheksbaukörper fehlt die städtebauliche Prä­senz, um als baulicher Auftakt des Campusgeländes den Ankommenden in die teilweise über­baute Hans-Holbein-Straße mit ihren Infrastruktureinrich­tun­gen und den Hauptzugängen der Campusgebäude zu leiten.
Daher fallen dem neuen Verfügungsgebäude städtebaulich zwei scheinbar widersprüchliche Aufgaben zu: Einerseits mit einer kraftvollen bauliche Geste den fehlenden Auftakt der Cam­pusbebauung herzustellen und Andererseits ein einladen­des, den Besucher geschickt ins Campusgelände führendes Entrée auszubil­den.

Im vorliegenden Entwurf gelingt dieser Spagat mit einem L-förmigen Baukörper, der sich mit einem seiner Schenkel dem Ankommenden zuwendet und so die notwendige bauliche Prä­senz zeigt. Zugleich bildet er über eine in diesen Schenkel inte­grierte „Toröffnung“ und über das zu dieser Öffnung einge­schwenkte Kopf­ende einen signifikanten Eingang für den Cam­pus aus. Dabei versteht er sich eindeutig nicht als vorgelagerter Solitär, sondern als Ergänzung und Komplettierung der vorhandenen Gebäudestruktur. Durch diese Baukörperstellung entstehen 2 Plätze unterschied­licher Charakteristik: Ein offener Vorplatz, der zu einem Plateau angehoben wird und so einen spektakulären Blick ins Tal frei­gibt und ein baulich ge­fasster Campusplatz, der Verfügungs­gebäude, Bibliothek und den Fachbereich Chemie zu einem baulichen En­semble verbin­det und an seiner einzigen offenen Flanke ebenfalls den Blick in die Landschaft rahmt. Geschickt die topographischen Gegebenheiten nutzend, wer­den beide Plätze im Bereich des „Tores“ über eine großzügigen Freitreppe mit integrierten Sitzstufen miteinander verbunden.
Auf der Campusplatzebene entsteht so – unterhalb der Tor­öffnung – ein alle Gebäudeteile anbindendes Ein­gangsge­schoss, welches den gemeinsamen Haupteingang für Seminar­bereich, Verwaltungs- und Lehrstuhl­nutzungen darstellt.
Senatssaal und Seminarräume finden sich direkt am Hauptein­gang auf 2 Ebenen, so dass sowohl zum Campusplatz als auch zum Vorplatz eine ebenerdige Anbindung erfolgen kann.
Damit kann auch die barrierefreie Verknüpfung beider Plätze über die Aufzuganlage des Seminarbereichs erfolgen, neben der selbstverständlich bestehen bleibenden stufenfreien Verbin­dung im Außenraum im Bereich der Hans-Holbein-Straße.